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Lexikon der arabischen & levantinischen Küche

Loomi (Schwarze Limette): Das sonnengetrocknete Zitrusgewürz aus dem Orient

Loomi (im Irak auch Noomi Basra) sind kleine Limetten, die kurz in Salzwasser gekocht und in der Sonne getrocknet werden, bis sie hart und gelbbraun bis schwarz sind. Im Ganzen angestochen oder gemahlen verleihen sie Kabsa, Schmorgerichten und Fisch eine rauchige Zitrusnote.

Auch bekannt als:Schwarze LimetteNoomi BasraGetrocknete arabische Limette

Herkunft aus Oman und der Unterschied zwischen gelb und schwarz

Die Tradition der getrockneten Limette stammt aus dem Oman und den Küstenregionen des Persischen Golfs, von wo aus sie über den Hafen von Basra in die irakische und iranische Küche gelangte. Kleine, dünnschalige Limetten werden wenige Minuten in Salzlake blanchiert und dann in der prallen Sonne ausgebreitet. Je nach Trocknungsdauer entstehen zwei Sorten: Gelbe Loomi trocknen kürzer, behalten eine hellbraune Schale und duften frisch-blumig nach Limettenzeste. Schwarze Loomi reifen länger in der Sonne, fermentieren dabei im Inneren zu einer dunklen Farbe und entwickeln ein tiefes, erdig-rauchiges Säurearoma.

Verwendung im Ganzen oder als Pulver beim Kochen

Für Reis- und Schmorgerichte wie saudische Kabsa, kuwaitisches Machboos oder iranisches Ghormeh Sabzi werden ein bis zwei ganze Loomi mit einer Messerspitze oder Gabel mehrfach angestochen und von Anfang an im Sud mitgekocht. Durch die kleinen Löcher saugt sich die hohle Frucht mit Brühe voll und gibt ihre feine Säure langsam ab. Möchte man Loomi selbst zu Pulver mahlen oder aufbrechen, entfernt man zuvor unbedingt die hellen Kerne im Inneren, da diese beim Mitkochen bitter schmecken.

Heißer Loomi-Tee (Chai Noomi Basra)

Im Irak und in den Golfstaaten ist Loomi auch die Basis für ein beliebtes Heißgetränk nach dem Essen: Für Chai Noomi Basra bricht man zwei bis drei getrocknete Limetten auf, schüttelt alle Kerne heraus und lässt die Fruchtstücke zehn Minuten lang mit Wasser, etwas Zucker und nach Wunsch einer Kardamomkapsel leise köcheln. Es entsteht ein bernsteinfarbener, angenehm säuerlicher Aufguss, der heiß oder im Sommer auf Eis getrunken wird.

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Häufige Fragen

Warum sticht man ganze Loomi vor dem Kochen an?
Die harte Schale lässt sonst kaum Flüssigkeit durch; erst durch das Einstechen dringt die heiße Brühe ins Innere vor und löst das Zitrusaroma heraus.
Warum schmeckt ein Gericht mit Loomi manchmal bitter?
Die kleinen Kerne im Inneren der getrockneten Limette enthalten Bitterstoffe; wenn man Loomi aufbricht oder mahlt, sollten die Kerne vorher entfernt werden.
Was ist der Unterschied zwischen schwarzen und gelben Loomi?
Gelbe Loomi schmecken heller und fruchtiger nach Limette und passen gut zu Fisch, Hähnchen und Tee; schwarze Loomi sind kräftiger, erdiger und leicht rauchig – ideal für Lamm, Rind und Kabsa.

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