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Lexikon der arabischen & levantinischen Küche

Manakish (Manaqish): Die levantinischen Fladenbrote mit Zaatar, Käse & Muhammara

Manakish (Singular: Manousheh) sind die beliebtesten warmen Frühstücksfladen aus dem Libanon, Syrien, Palästina und Jordanien. Dafür werden weiche Hefeteigfladen mit den Fingerspitzen eingedrückt, dick mit einer Paste aus Zaatar und Olivenöl, mit Akkawi-Käse oder würzigem Muhammara bestrichen und heiß gebacken.

Auch bekannt als:Manakish Zaatar (Manaqish / Manousheh)Levantinische Zaatar- & KäsefladenOrientalische Frühstückspizza

Warum sie „Manakish“ heißen: Das Eindrücken mit den Fingerspitzen

In Beirut, Damaskus, Amman und Jerusalem duftet es jeden Morgen schon ab sechs Uhr früh aus den Nachbarschaftsbäckereien („Furn“) nach frisch gebackenen Manakish. Das arabische Wort „Manousheh“ (Plural: Manakish) leitet sich vom Verb „naqasha“ (prägen, verzieren, eindrücken) ab: Bevor der Belag auf den rund ausgerollten Hefeteig kommt, drückt der Bäcker mit den Fingerspitzen kleine Mulden in die Teigoberfläche – so bläht sich die Mitte im heißen Steinofen nicht auf und das kostbare Olivenöl-Zaatar-Gemisch bleibt gleichmäßig auf dem Fladen verteilt.

Die Klassiker: Zaatar mit Olivenöl, Akkawi-Käse, Muhammara und Kishk

Die unangefochtene Nummer eins ist die „Manousheh Zaatar“: Dafür verrührt man eine speziell auf das Backen abgestimmte Zaatar-Mischung (wilder Thymian, gerösteter Sesam, Sumach und Gewürze) mit reichlich nativem Olivenöl zu einer streichfähigen grünen Paste. Ebenso beliebt sind Manakish mit geschmolzenem Akkawi- und Kashkaval-Käse und Schwarzkümmel, die Kombination „Nuss b-Nuss“ (halb Zaatar, halb Käse), die nordsyrische Variante mit roter Paprika-Walnuss-Paste (Muhammara) sowie libanesische Manakish mit würzigem Kishk, Zwiebeln und Tomaten.

Frisch aus dem Ofen oder vom Saj – gefaltet mit Minze und Labneh

Manakish genießt man ofenwarm: Entweder offen auf dem Frühstücksteller oder in der Mitte wie ein Sandwich zusammengefaltet – oft belegt mit frischen Minzblättern, Tomatenscheiben, knackigen Gurken, eingelegten Oliven oder einem dicken Klecks kühlem Labneh. Dazu gehört zwingend ein Glas heißer Schwarztee mit Minze oder ein kühler Laban Ayran.

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Häufige Fragen

Worin unterscheidet sich Manakish-Zaatar von normalem Tisch-Zaatar?
Manakish-Zaatar ist in Mahlgrad, Sesam- und Sumachanteil speziell für hohe Backofenhitze abgestimmt, damit er mit Olivenöl gebacken saftig und aromatisch bleibt, ohne dunkel oder bitter zu werden.
Wie mischt man Zaatar und Olivenöl für Manakish an?
Als Faustregel verrührt man etwa 3 bis 4 Esslöffel Manakish-Zaatar mit 4 bis 5 Esslöffeln Olivenöl (oder halb Olivenöl, halb neutralem Pflanzenöl), bis eine sämige, glänzende Paste entsteht.
Wie bleiben selbstgebackene Manakish zu Hause weich und biegsam?
Den Backofen samt Backblech oder Pizzastein auf höchste Temperatur (240 bis 250 °C) vorheizen und die Fladen nur kurz (ca. 7 bis 9 Minuten) backen, damit der Teig nicht austrocknet.

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