Lexikon der arabischen & levantinischen Küche
Kaak (Ka'k): Syrisches Sesamgebäck mit Anis, Mahlab & Schwarzkümmel zum Tee
Kaak (auch Ka'k) bezeichnet in der Levante knusprig gebackene Gebäckringe und -stangen aus Syrien und dem Libanon, die mit geröstetem Sesam, Schwarzkümmel und einer duftenden Gewürzmischung aus Anis, Fenchel und Mahlab verfeinert werden. Als „Kaak al-Shai“ sind sie der klassische Begleiter zu jedem Glas Schwarztee.
Der Duft von Anis, Fenchel und Mahlab: Das Kaak-Gewürz
Öffnet man eine Packung syrisches oder libanesisches Kaak, strömt sofort ein unverwechselbares, warm-würziges Backstubenaroma entgegen. Sein Geheimnis ist das traditionelle Kaak-Gewürz (Baharat al-Ka'k): eine fein abgestimmte Mischung aus süßem Anis, Fenchelsamen und gemahlenem Mahlab (Felsenkirschkern), ergänzt durch geröstete weiße Sesamsamen und aromatischen Schwarzkümmel (Habbat al-Baraka). Zu Ringen (Asawer) oder fingerlangen Stangen gerollt und goldbraun gebacken, erhält das Gebäck einen mürb-knusprigen Biss.
Eine Gebäckfamilie von Damaskus bis Jerusalem und Kairo
Das arabische Wort „Kaak“ umfasst je nach Region mehrere traditionsreiche Gebäckarten: In Syrien (besonders in Damaskus und Homs) meint man damit meist das knusprige, nur dezent gesüßte oder leicht herzhafte Sesam-Teegebäck in Stangen- und Ringform. In Palästina und Jordanien bezeichnet „Kaak al-Eid“ weiche, mit gewürzter Dattelpaste gefüllte Grieß- oder Mehlringe zum Fest; hinzu kommen die großen Sesambrote Jerusalems (Kaak al-Quds), die Beiruter Straßenspezialität Kaak Knefe und das ägyptische Puderzucker-Festgebäck Kahk.
Zum Eintunken in heißen Tee, zum Frühstück und Suhoor
Levatinisches Sesam-Kaak ist so gebacken, dass es beim kurzen Eintunken (Taghmis) in heißen Schwarztee mit Minze oder warme Milch genau die richtige Menge Flüssigkeit aufnimmt, ohne sofort zu zerfallen. Weil viele Sorten nur fein gesüßt sind, schmecken sie auf dem orientalischen Frühstücks- oder Suhoor-Tisch ebenso gut zu cremigem Labneh, weißem Käse (Akkawi oder Halloumi) und Oliven.



