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Lexikon der arabischen & levantinischen Küche

Dukkah: Ägyptisches Nuss-Sesam-Gewürz zum Dippen mit Brot und Olivenöl

Dukkah (auch Duqqa) ist eine grobkörnige ägyptische Gewürz- und Nussmischung aus geröstetem Sesam, Haselnüssen, Mandeln oder Kichererbsen sowie Koriander- und Kreuzkümmelsamen. Man isst sie traditionell, indem man frisches Fladenbrot zuerst in Olivenöl und danach in die knusprige Mischung tunkt.

Auch bekannt als:DuqqaÄgyptische Nuss-GewürzmischungOrientalisches Dip-Gewürz

Grob gestoßen im Mörser statt fein gemahlen

Der Name Dukkah leitet sich vom arabischen Wort für „zerstoßen“ oder „stampfen“ ab und beschreibt zugleich die wichtigste Regel bei der Herstellung: Die gerösteten Zutaten werden im Mörser nur grob zerstoßen, sodass eine trockene, knusprige Textur erhalten bleibt. Würde man Nüsse und Sesam zu lange mixen, träte das enthaltene Nussöl aus und es entstünde eine Paste statt eines rieselfähigen Crunch-Gewürzes.

Die Zutaten: Nüsse, Sesam, Koriander und Kreuzkümmel

Jede ägyptische Familie hat ihre eigene Hausmischung für Dukkah. Die Basis bilden stets goldbraun geröstete Sesamsamen in Kombination mit Nüssen oder Hülsenfrüchten – in Kairo klassisch Haselnüsse, Mandeln, Erdnüsse oder geröstete Kichererbsen. Dazu kommen ganz geröstete und anschließend geschrotete Koriandersamen und Kreuzkümmelsamen, Meersalz, frisch gemahlener Pfeffer und manchmal etwas getrocknete Minze oder Chiliflocken. Nicht zu verwechseln ist dieses herzhafte Tischgewürz mit „Daqqat Kaak“, einer süß-aromatischen Backgewürzmischung aus Anis, Fenchel und Mahlab für orientalisches Festtagsgebäck.

Verwendung mit Olivenöl, Eiern, Labneh und Gemüse

Genau wie levantinischer Zaatar steht Dukkah in kleinen Schälchen neben gutem Olivenöl auf dem Frühstücks- und Abendbrottisch: Ein Stück warmes Fladenbrot oder Sesamring (Simit) wird erst ins Öl und dann in die Dukkah getaucht. Darüber hinaus gibt ein Löffel Dukkah gekochten oder pochierten Eiern, Labneh, Hummus, Feta, Salaten und im Ofen geröstetem Kürbis oder Blumenkohl einen nussig-würzigen Biss.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Dukkah und Zaatar?
Beide werden mit Brot und Olivenöl gedippt; Zaatar basiert jedoch auf wildem Thymian, säuerlichem Sumach und Sesam, während ägyptische Dukkah nussig-warm nach gerösteten Nüssen, Sesam, Koriander und Kreuzkümmel schmeckt.
Warum darf man Dukkah nicht zu fein mahlen?
Weil Sesam und Nüsse viel eigenes Öl enthalten; werden sie zu fein gemahlen, verklebt die Mischung zu Mus, statt knusprig zu bleiben.
Wie bewahrt man Dukkah am längsten frisch auf?
In einem luftdicht verschlossenen Schraubglas an einem kühlen, dunklen Ort (im Sommer gerne im Kühlschrank), damit die gerösteten Nüsse ihr volles Aroma behalten.

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