HalaFood

Lexikon der arabischen & levantinischen Küche

Basbousa (Harissa / Namoura): Der goldene orientalische Grießkuchen mit Sirup

Basbousa (in Syrien und Palästina Harissa, im Libanon Namoura genannt) ist der beliebteste saftige Grießkuchen der arabischen Welt. Aus Hartweizengrieß, Ghee, Joghurt und oft Kokosraspeln im Blech gebacken, in Rauten geschnitten, mit Mandeln belegt und heiß mit duftendem Zuckersirup getränkt, zergeht er auf der Zunge.

Auch bekannt als:BasbousaHarissa (süßer syrischer Grießkuchen) / NabkiyehLibanesische Namoura / Revani

Basbousa, Harissa oder Namoura: Regionale feine Unterschiede

Obwohl alle drei Namen denselben goldbraunen, in Rauten oder Quadrate geschnittenen Grießkuchen vom Blech beschreiben, gibt es feine regionale Vorlieben: Die ägyptische Basbousa wird mit mittelgrobem Grieß, viel Ghee, Joghurt und Kokosflocken gebacken und ist besonders weich, saftig und schmelzend. Die syrische Harissa (berühmt als Harissa Nabkiyeh) verzichtet auf Kokos, setzt auf groben Grieß, viel geklärtes Butterfett und eine dichte Decke aus Mandeln oder Pistazien. Im Libanon heißt der Kuchen Namoura – dort bestreicht man das Backblech traditionell dünn mit Tahini, was für einen nussig-knusprigen Boden sorgt.

Die zwei Erfolgsgeheimnisse: „Bass“ und der heiße Sirup

Der Name Basbousa leitet sich direkt vom arabischen Verb „bassa“ ab: dem gründlichen Verreiben der trockenen Grießkörner mit warmem Ghee zwischen den Fingern, bevor Joghurt oder Milch dazukommen. Rührt man nach der Flüssigkeitszugabe nur noch ganz kurz um, bleibt die Krume locker-sandig statt fest. Das zweite Geheimnis ist das Tränken direkt nach dem Backen: Sobald das dampfende Blech aus dem Ofen kommt, gießt man den mit Orangenblütenwasser oder Rosenwasser parfümierten Zuckersirup (Qatr) darüber – ein kräftiges Zischen zeigt an, dass der Grieß den Sirup durstig aufsaugt.

Festliche Basbousa mit Qishta-Füllung

Neben dem Klassiker mit je einer blanchierten Mandel auf jeder Raute ist im Ramadan und bei Einladungen Basbousa bil-Qishta besonders gefragt: Dabei wird zwischen zwei dünnen Schichten Grießteig eine üppige Schicht orientalischer Rahmcreme (Qishta) mitgebacken.

Häufige Fragen

Warum bestreicht man das Backblech für Basbousa mit Tahini?
Eine dünne Schicht Sesampaste (Tahini) am Blechboden verhindert jedes Ankleben und verleiht der Unterseite des Grießkuchens eine goldbraune Kruste mit fein nussigem Aroma.
Warum wird Basbousa manchmal hart und nimmt den Sirup nicht auf?
Meist wurde der Teig nach dem Zufügen von Joghurt oder Milch zu lange gerührt (wodurch sich Gluten bildet) oder der Zuckersirup war beim Aufgießen zu dickflüssig.
Welchen Grieß verwendet man für Basbousa?
Hartweizengrieß mittlerer Körnung (Smeed Wasat) für weiche Basbousa oder groben Grieß (Smeed Khishen) für kernige syrische Harissa.

Siehe auch