Lexikon der arabischen & levantinischen Küche
Was sind Sukkari-Datteln? Die goldene Dattel zum arabischen Kaffee
Sukkari-Datteln stammen ursprünglich aus der Region al-Qassim in Saudi-Arabien und fallen durch ihre hellgoldene Farbe und ihre klare, karamellige Süße auf. In arabischen Haushalten sind sie die klassische Begleitung zu ungesüßtem arabischem Kaffee mit Kardamom und werden als weiche Rutab-Datteln oder leicht knusprig gegessen.
Weiche Sukkari Rutab und leicht bissfeste Sukkari Maftoul
Der Name „Sukkari“ leitet sich vom arabischen Wort für Zucker ab, meint aber ausschließlich die natürliche, honigartige Süße der Frucht. Die Datteln sind kürzer und bauchiger als Medjool-Datteln und leuchten bernstein- bis goldbraun. Besonders beliebt sind „Sukkari Rutab“: Das sind vollreife, erntefrische Datteln mit dünner Haut und einem fast sirupartig-weichen Kern, der auf der Zunge zergeht. Daneben gibt es etwas weiter getrocknete „Sukkari Maftoul“, deren helle Fältchen am Rand leicht kandiert und mürbe-knusprig wie feines Karamellgebäck sind.
Wie man Sukkari-Datteln serviert: mit Kaffee, Tahini oder Qishta
Auf der arabischen Halbinsel und in der Levante stellt man eine Schale Sukkari-Datteln direkt neben die Kanne mit hellem, kardamomwürzigem arabischem Kaffee (Qahwa). Zwischen zwei kleinen Schlucken des herben Kaffees isst man eine Dattel. Ein zweiter Klassiker ist das Dippen in reines Sesammus (Tahini) oder dicke Rahmcreme (Qishta): Die nussige Herbe des Tahinis bildet einen wunderbaren Kontrast zur Süße der Sukkari-Dattel.
