Lexikon der arabischen & levantinischen Küche
Was sind Sieben Gewürze (Sabaa Baharat)? Die levantinische Mischung
Sieben Gewürze (Sabaa Baharat) ist die klassische Gewürzmischung der syrischen, libanesischen und palästinensischen Küche für Hackfleisch, Gefülltes und Reisgerichte. Sie vereint Piment, schwarzen Pfeffer, Zimt, Nelken, Kardamom, Muskatnuss und Ingwer (oder Koriander) zu einem warmen, runden Aroma.
Welche sieben Zutaten stecken in der Mischung?
In fast jedem Haushalt in Syrien und im Libanon steht ein großes Glas „Sabaa Baharat“ direkt neben dem Salz. Die Basis bilden Piment (im Arabischen „süßes Gewürz“ genannt), schwarzer Pfeffer und Zimt, ergänzt durch fein abgestimmte Anteile von Gewürznelken, grünem Kardamom, Muskatnuss und getrocknetem Ingwer – in manchen Regionen ersetzt Koriander oder Kreuzkümmel eine der kleineren Noten. Fein vermahlen duftet die dunkelbraune Mischung warm, würzig und leicht balsamisch, ohne scharf zu sein.
In welche Gerichte gehören Sieben Gewürze?
Wenn in einem levantinischen Rezept einfach von „Baharat“ oder „Hausgewürz“ die Rede ist, sind damit fast immer die Sieben Gewürze gemeint. Ein Teelöffel davon würzt die Hackfleisch-Zwiebel-Füllung für Kibbeh und Shish Barak, die Fleischbällchen für Daoud Basha, Kofta vom Grill und die Reis-Lamm-Füllung für Weinblätter, Zucchini und Auberginen. Auch der Reis für Maqluba, Ouzi (Reis mit Erbsen und Hackfleisch) oder Hashweh bekommt durch Sieben Gewürze seinen typischen Hausgeschmack.

