Lexikon der arabischen & levantinischen Küche
Shatta: Arabische Chilisauce, Chiliflocken und eingelegte Peperoni
Shatta bezeichnet in der levantinischen und ägyptischen Küche sowohl feurige rote Chilisauce und grob pürierte Chilipaste als auch scharfes Chilipulver und geschrotete Chiliflocken. Auf dem Esstisch begleitet Shatta Klassiker wie Falafel-Sandwiches, Koshari, Ful Medames, Hummus und Shawarma.
Flüssige Sauce, stückige Paste und trockene Chiliflocken
Unter dem Begriff Shatta kommen im arabischen Alltag drei eng verwandte Scharfmacher zusammen: Erstens die leuchtend rote, mit etwas Essig abgeschmeckte Chilisauce aus der Flasche; zweitens die stückige levantinische Shatta-Paste aus fermentierten oder frisch gehackten roten Chilischoten, Salz und Olivenöl; und drittens getrocknetes scharfes Chilipulver sowie grobe Chiliflocken für den Kochtopf.
Unverzichtbar zu Koshari, Falafel und Ful Medames
In Ägypten gehört die berühmte Öl-Shatta (Shatta الزيت) zu jedem Teller Koshari: Dafür werden grobe trockene Chiliflocken kurz in heißem Öl angeröstet und mit einem Schöpfer Tomatensauce abgelöscht. In Syrien, Palästina und dem Libanon streicht man Shatta zusammen mit Tahini-Sauce direkt in das Fladenbrot für Falafel oder Shawarma und träufelt einige Tropfen über warme Favabohnen (Ful Medames), Hummus und Linsensuppe.
Klarer Chili-Charakter und eingelegte Schoten
Anders als die nordafrikanische Harissa enthält Shatta weder Kümmel noch Koriander, sondern stellt die klare, fruchtig-scharfe Note der Chilischote in den Mittelpunkt. Wer den knackigen Biss liebt, reicht zusätzlich ganz eingelegte grüne oder gelbe Chilischoten (Filfil Makbus) zu Reisgerichten wie Maqluba, Mujaddara und Gegrilltem.




