Lexikon der arabischen & levantinischen Küche
Was ist Karkade? Arabischer Hibiskustee heiß und eiskalt
Karkade ist der arabische Name für die getrockneten, tief dunkelroten Blütenkelche des Sabdariff-Hibiskus. Aufgegossen mit Wasser entsteht ein rubinrotes, koffeinfreies Getränk mit fruchtig-säuerlichem Geschmack, das in Ägypten und der Levante im Sommer und zum Ramadan eisgekühlt getrunken wird.
Kaltauszug oder heißer Aufguss: So gelingt Karkade
Karkade gibt es als ganze, lose getrocknete Hibiskuskelche oder fertig portioniert im Teebeutel. Für einen großen Krug kalten Karkade schwören viele Familien auf den Kaltauszug: Man spült eine Handvoll getrocknete Blüten in einem Sieb kurz kalt ab, gibt sie mit kaltem Wasser in eine Karaffe und lässt sie 4 bis 6 Stunden im Kühlschrank ziehen. Der Kaltansatz schmeckt besonders klar und fruchtig nach Preiselbeeren und Sauerkirschen. Wenn es schnell gehen soll, übergießt man die Blüten mit kochendem Wasser, lässt sie 10 bis 15 Minuten ziehen, gießt sie durch ein Sieb ab und stellt den Sud kalt.
Wie man Karkade süßt und verfeinert
Pur aufgegossen ist Hibiskustee kräftig sauer. Deshalb wird Karkade als Kaltgetränk traditionell gut mit Zucker oder Honig gesüßt und über Eiswürfeln serviert. In Syrien und im Libanon gibt man gern einen Teelöffel Orangenblütenwasser oder ein paar frische Minzblätter in den kalten Krug. An kalten Winterabenden trinkt man Karkade dagegen dampfend heiß aus dem Teeglas, oft mit einer Zimtstange oder einer Scheibe Ingwer.


