Lexikon der arabischen & levantinischen Küche
Getränke für Ramadan: Klassiker für den Iftar-Tisch
Zu den klassischen Getränken für Ramadan gehören gekühlte Aufgüsse und Fruchtgetränke wie Qamar al-Din aus Aprikosenpaste, Jallab mit Pinienkernen, säuerliche Tamarinde, roter Karkade und Erqsous. Sie werden nachmittags vorbereitet und stehen beim Fastenbrechen im Krug neben Wasser und Datteln bereit.
Qamar al-Din, Jallab und Tamarinde
Qamar al-Din wird aus getrockneten Aprikosenblättern gemacht: Man weicht Stücke der Paste in warmem Wasser ein, püriert sie glatt und rundet das Getränk oft mit einem Tropfen Orangenblütenwasser ab. Jallab ist vor allem in Syrien und im Libanon zu Hause; der dunkle Sirup aus Dattel- oder Traubensirup und Rosenwasser wird mit kaltem Wasser und zerstoßenem Eis aufgegossen und mit Rosinen sowie Pinienkernen bestreut. Tamarindensaft schmeckt kräftig herb-süß und entsteht entweder aus eingeweichten Tamarindenblöcken oder direkt aus Tamarindensirup-Konzentrat.
Karkade, Erqsous und Ayran
Karkade aus getrockneten Hibiskusblüten leuchtet tiefrot im Glas, schmeckt fruchtig-säuerlich und wird zum Fastenbrechen meist eisgekühlt getrunken. Erqsous wird aus gepulverter Süßholzwurzel angesetzt und hat ohne Zuckerzusatz eine eigene, leicht herbe Süße. Wer zum Essen lieber etwas Herzhaftes trinkt, stellt zusätzlich einen Krug kühlen, leicht gesalzenen Ayran auf den Tisch.






