Lexikon der arabischen & levantinischen Küche
Was ist Halawa? Süßes aus Sesammus für Frühstück und Dessert
Halawa (oder Halva) ist eine schnittfeste, feinblättrig-mürbe Süßware aus hellem Sesammus (Tahini), heißem Zuckersirup und Seifenwurzelextrakt. In der arabischen Küche steht sie zum Frühstück, beim Suhoor oder zum Tee auf dem Tisch, oft verfeinert mit ganzen Pistazien oder Kakao.
Wie Halawa hergestellt wird und woher die faserige Textur kommt
Arabische Halawa besteht im Kern aus Tahini, also fein gemahlenem Sesam, und fest eingekochtem Zuckersirup. Damit daraus kein harter Karamellblock, sondern eine zarte, fast wattig-blättrige Masse entsteht, schlägt man den heißen Sirup mit einem Auszug der Seifenwurzel (Saponaria) weiß auf und hebt das Sesammus von Hand mit großen Schaufeln unter. Durch dieses Fächern legen sich feine Zucker- und Sesamschichten übereinander. Im Golfraum und im Irak heißt die Süßigkeit auch Rahash. Besonders beliebt sind Sorten mit einer dichten Decke aus grünen Aleppo-Pistazien.
Wie man Halawa beim Frühstück und zwischendurch isst
Anders als viele denken, ist Halawa in arabischen Familien nicht nur ein Nachtisch, sondern ein fester Bestandteil des Frühstücks- und Suhoor-Tisches, vor allem in der kalten Jahreszeit. Man schneidet Stücke ab und isst sie mit frischem Fladenbrot. Sehr beliebt ist die Kombination aus süßer Halawa und etwas Mild-Cremigem: Man bestreicht warmes Brot zuerst mit ungesalzener Butter, Qishta, Labneh oder mildem Weißkäse und legt Halawa darauf. Auch als kleines Stück zum schwarzen Tee oder arabischen Kaffee passt sie gut.







