Lexikon der arabischen & levantinischen Küche
Süßes für Ramadan: Klassische Desserts nach dem Fastenbrechen
Nach dem Fastenbrechen kommen im Ramadan traditionelle arabische Süßspeisen wie Qatayef, Kunafa, Baklava, Basbousa und kühle Muhallabia zum Tee oder Kaffee auf den Tisch. Ihre typischen Zutaten sind Kataifi-Teig, Filo-Blätter, Grieß, Qishta, Nüsse sowie Zuckersirup mit Rosen- oder Orangenblütenwasser.
Qatayef, Kunafa und Halawet el Jibn
Kein Gebäck steht so eng für den Fastenmonat wie Qatayef: kleine, nur auf einer Seite gebackene Pfannkuchen, die mit Walnüssen und Zimt, ungesalzenem Käse oder dicker Rahmcreme (Qishta) gefüllt werden. Gefüllt und frittiert oder im Ofen gebacken, taucht man sie in kalten Zuckersirup; als offene Qatayef Asafiri werden sie roh mit Qishta gefüllt und in gehackte Pistazien getaucht. Kunafa aus feinen Kataifi-Teigfäden, Ghee und schmelzendem Käse oder Qishta kommt direkt warm aus dem Ofen auf den Tisch. Aus Syrien ist außerdem Halawet el Jibn bekannt, ein weicher Käse-Grieß-Teig, der um Qishta gerollt wird.
Baklava, Basbousa und Milchdesserts
Baklava aus dünnen Filo-Blättern, geklärter Butter und Pistazien oder Walnüssen hält sich in der Dose mehrere Tage knusprig und eignet sich gut, wenn Gäste zum Iftar kommen. Zu Hause sind auch Grießkuchen wie Basbousa, frittierte Teigbällchen (Awama) und der warme Brotauflauf Umm Ali beliebt. Wer am späten Abend etwas Leichtes und Kühles sucht, kocht Muhallabia: einen Milchpudding mit Stärke, Mastix und Orangenblütenwasser.


